Arzneikompass

www.arzneikompass.de

Zuzahlung bei Arzneimitteln

Zuzahlungen zu Arzneimitteln (auch Rezeptgebühr genannt) in der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es seit Mitte der siebziger Jahre. Sie beteiligen die Versicherten an den Gesundheitskosten und sollen eine wirtschaftliche Inanspruchnahme der Leistungen der Krankenkassen fördern.

Die Zuzahlung beträgt i. d. R. zehn Prozent des Arzneimittelpreises, mindestens jedoch fünf Euro und maximal zehn Euro, allerdings nicht mehr als die Kosten des Arzneimittels.

Arzneimittel können aber auch vollständig von der Zuzahlungspflicht befreit werden. Das ist dann der Fall, wenn sich Arzt und Patient gemeinsam für ein besonders günstiges Arzneimittel entscheiden, dessen Preis mindestens 30 Prozent unterhalb des Festbetrags liegt.

Sind rabattierte Arzneimittel in der Zuzahlungsbefreiungsliste des GKV-Spitzenverbandes aufgeführt, sind diese auch von der Zuzahlung befreit. Für Arzneimittel, die der GKV-Spitzenverband nicht von der Zuzahlung freigestellt hat, kann die Krankenkasse über die Rabattverträge die Zuzahlung um die Hälfte ermäßigen oder ganz aufheben, wenn hieraus Einsparungen zu erwarten sind.